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Was finden Forscher an |
Mit mehr als 500 Arten bilden Geckos nach den Skinken die zweitgrößte Echsenfamilie. Geckos können in ganz verschiedenen Regionen überleben: in Regenwäldern genauso wie in Wüsten. Die meisten von ihnen jagen nur nachts und in der Dämmerung, im Dunkeln sehen sie 350-mal besser als Menschen. Es gibt aber auch Arten, die nur tagsüber aktiv sind.
Manche Geckos werden nur 4 Zentimeter lang, andere sind 10-mal größer. All das ist interessant, aber für Forscher nicht aufregend. Faszinierend finden sie etwas anderes: Lange Zeit konnte niemand sagen, warum manche Geckoarten, ohne zu fallen, an Wänden hoch und herunter und an Decken kopfüber laufen können. Bei Tests schaffen es diese Echsen sogar, an polierten und deshalb besonders glatten Glasscheiben haften zu bleiben. Doch die Forscher fanden an den Füßen der Geckos keinerlei Saugnäpfe und keine Drüsen, aus denen ein natürliches Haftmittel austritt.
Des Rätsels Lösung wurde erst vor 10 Jahren entdeckt: An jedem Fuß besitzen diese Geckos rund 500.000 Härchen, von denen sich jedes noch einmal bis zu 1000-mal verzweigt. Die etwa 2 Milliarden (500.000 x 4 x 1000 = 2.000.000.000) superfeinen Härchen unter den 4 Füßen passen sich jeder noch so winzigen Unebenheit des jeweiligen Untergrundes optimal an und verhindern dadurch, dass das Tier abrutscht oder fällt. Die Haftkraft der Härchen ist so groß, dass sie nicht nur die wenigen Hundert Gramm eines Geckos, sondern eine Last von 40 Kilogramm halten könnten.
Was Geckos seit 50 Millionen Jahren an ihren Füßen haben (so lange gibt es diese Familie bereits), versuchen Forscher in Labors nachzuahmen und daraus etwas Neues zu entwickeln: den besten Klebstoff der Welt.
Fotos : blickwinkel.de/allOver, redkon GmbH
September 2010













